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Sergius Ruegenberg

Der Schattenmann: Sergius Ruegenberg, die rechte Hand von Mies

Zwei bahnbrechende Stuhl-Ikonen, aber nur ein Gestalter? Mies van der Rohe kennen die meisten, Sergius Ruegenberg wenige. Er war ein weitgehend unbekannter Gestalter der Bauhaus-Zeit. Dabei trieb der Architekt, der von 1925 bis 1934 bei Ludwig Mies van der Rohe arbeitete, zwei der legendärsten Mies-Modelle voran: Den Weißenhof-Stuhl und den Barcelona-Sessel. Muss die Designgeschichte jetzt umgeschrieben werden?

Der 1903 in Sankt Petersburg geborene Architekt Ruegenberg war einer der kreativen Köpfe in Mies Büro und prägte dort die Weiterentwicklung der wichtigsten Möbel der Moderne, zum Beispiel des Kragstuhls, den der Holländer Mart Stam entwickelt hatte. Ein Modell, das mit zwei statt vier Beinen auskommt und später unter dem Begriff »Freischwinger« in die Designgeschichte eingehen soll.

»Mies kam im November 1926 aus Stuttgart zurück und erzählte von Mart Stam und seiner Stuhlidee. Wir hatten ein Zeichenbrett an der Wand, darauf zeichnete Mies den Stam-Stuhl (…). Hässlich, so was Hässliches mit den Muffen. Wenn er wenigstens abgerundet hätte – so wäre es schöner – und er skizzierte einen Bogen. Nur ein Bogen aus seiner Hand an der Stam-Skizze machte den Stuhl aus.« Das erzählte Sergius Ruegenberg im Alter von 82 Jahren in einer unveröffentlichten Tonbandaufzeichnung aus dem Tecta-Archiv. Eine einzige Handbewegung hatte den schönsten Stuhl hervorgebracht. Ruegenberg selbst zeichnete Mies Idee zu Ende. Die schwingende Dynamik und der runde Bogen, ausgestellt in der Weißenhofsiedlung in Stuttgart, haben bis heute Geschichte geschrieben.

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